Infotafel Groenhagemolen
Die Groenhagemolen wurde im Jahr 1871 von Louis Devos erbaut. Über der Eingangstür befindet sich eine Inschrift, die an den Bau der Mühle erinnert.
Bereits 1897 kam die Mühle in den Besitz der Familie Rommel. Diese Familie blieb mehr als 125 Jahre Eigentümerin. Deshalb wird die Mühle im Volksmund oft Mühle Rommel genannt.
Die Mühle war eine steinerne Grundsegler-Windmühle. Das bedeutet, dass der Mühlenrumpf aus Backstein auf einer leichten Erhöhung errichtet wurde. Die Mühlenhaube konnte sich auf diesem Rumpf drehen, um die Mühle in den Wind zu stellen.
Leider ist nur der Mühlenrumpf erhalten geblieben. Die Mansardhaube und die Flügel verschwanden bereits 1940.
Im Jahr 1929 wurde neben der Windmühle eine Mühle mit Sauggasmotor angebaut. So konnte auch an windstillen Tagen gemahlen werden. Die Mühle blieb bis 1986 in Betrieb.
Der Deutz-Dieselmotor, zwei Mahlsteinpaare, eine Haferquetsche, eine Getreidereinigung und ein Beutelsieb sind noch immer vorhanden. Auf dem Hof ist außerdem ein Backhaus mit Ofen erhalten geblieben.
Früher war der Rumpf weiß gekalkt, mit Ausnahme der Krone und der roten Backsteinbögen rund um die Fenster. Auf alten Fotos steht die Mühle außerhalb des Dorfes, völlig frei in der Landschaft, ohne Gebäude oder Bäume in der Umgebung. So konnte sie den Wind optimal nutzen.
Im Jahr 2005 wurden die Mühle mit ihrem Innenwerk, die Mahlerei und das Backhaus in die Liste der geschützten Denkmäler und Dorfbilder aufgenommen.
Im Dezember 2011 kaufte die Gemeindeverwaltung die Groenhagemolen. Ziel war es, die Anlage zu restaurieren und ihr eine neue, wertvolle Funktion zu geben.
Heute wird das Wohnhaus als Stadtteilzentrum genutzt.
