Informationssäule Mannekensvere

Fort Nieuwendamme

Das Fort Nieuwendamme, 1584 von den Spaniern erbaut, schützte Nieuwpoort vor Angriffen aus Ostende und den Niederlanden. Der Ort hat jedoch eine ältere Geschichte: 1167 wurde dort die Gezeitenrinne der Testerep abgeriegelt, die die Küste vom Festland trennte. Noch heute ist die Form des Forts mit vier Bastionen deutlich in der Landschaft sichtbar.

 

POI Fort Nieuwendamme2

 

Mannekensvere – Dorf an der Yser

Mannekensvere hat seine Ursprünge in gallorömischer Zeit und entwickelte sich im 12. Jahrhundert entlang der Straße zwischen Nieuwpoort und Brügge. Im Jahr 1171 wird das Dorf als Fährübergang an der Yser erwähnt. Im Ersten Weltkrieg zerstört, verlor es 1971 seine Selbstständigkeit und wurde 1977 Middelkerke angegliedert.

 

POI Mannekensvere IJzer

 

Kirche von Mannekensvere

Bis 1860 besaß Mannekensvere eine mittelalterliche Kirche, die später durch eine neugotische Kirche ersetzt und anschließend im Ersten Weltkrieg zerstört wurde. Die heutige Kirche wurde vom Architekten Raison wieder aufgebaut. Von außen schlicht, überrascht sie mit einem offenen Innenraum und Glasfenstern, die die Aufnahme Mariens in den Himmel darstellen.

 

POI kerk Mannekensvere Onze-Lieve-Vrouwekerk

 

Der Hof Koude Schuur

Die Koude Schuur war einst ein Hof der Tempelritter und wurde bereits 1392 erwähnt. Von den Grafen von Flandern gestiftet, diente sie der Landwirtschaft in den Yserpoldern. Umgeben von breiten Wassergräben nahm der Hof einen prestigeträchtigen Standort ein. Sein Name verweist auf die feuchten Böden, die sich im Frühling nur langsam erwärmen.

 

Coude Scheure 2

 

Coude Scheure

 

Mannekensvere während und nach dem Ersten Weltkrieg – Camiel Lapon erzählt

Camiel Lapon erzählt von seiner Kindheit in Mannekensvere und den verheerenden Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf sein Dorf. 1914 erreichten die Kämpfe die Region: Bombardierungen, Truppenbewegungen und Bewohner, die in Kellern Schutz suchten. Der Familienhof wurde zu einem Feldlazarett, später wurde die Familie vertrieben. Nach dem Krieg war die Rückkehr erschütternd: zerstörte Häuser, unkenntliche Straßen, das Dorf nur noch eine Landschaft aus Ruinen und Stille. 

 

WO1 Gecamoufleerde mortier

 

WO1 Mannekensvere in puin

 

WO1 Oorlogspuin

 

WO1 soldaten aan de loopgraven