Informationssäule Middelkerke-Dorp
Testerep – die verschwundene Insel
Bis ins Spätmittelalter war Testerep eine von den Gezeiten geprägte Insel, die durch eine breite Fahrrinne vom Festland getrennt war. Ein Teil wurde bei heftigen Stürmen vom Meer weggespült. Nach der Eindeichung der Fahrrinne wurde das Land endgültig mit dem Festland verbunden. Auf Testerep entstanden Ostende, Westende und Middelkerke.
Das Fischerhaus
Dieses kleine Fischerhaus aus dem 19. Jahrhundert zeugt vom Leben an der Küste vor dem Tourismus. Versteckt hinter den Dünen, war es so gebaut, dass es Wind und Wetter standhielt. Jeder Raum wurde dort auf intelligente Weise genutzt. Es bildet einen starken Kontrast zu den Villen der ersten Touristen, die zum Meer hin ausgerichtet waren.

Normandpark
Die Idee, im Herzen von Middelkerke einen Park anzulegen, gab es bereits in den 1930er-Jahren. Nach zahlreichen Projekten ohne Einigung wurde der Park schließlich 1991 angelegt. Heute bietet er eine ruhige Grünfläche mitten im touristischen Gebiet und ist täglich bis Sonnenuntergang geöffnet.

Der Dronkenput
Im Jahr 1897 ließ Middelkerke einen Wasserbehälter errichten, der wegen des zu feuchten Bodens kippte. Die geneigte Konstruktion wurde nie repariert und entwickelte sich zu einer Sehenswürdigkeit. Die schiefen Wände erzeugen eine optische Täuschung, die ein Gefühl von Trunkenheit vermittelt. Ein Baufehler, der zur Touristenattraktion wurde.
Middelkerke – vom Bauerndorf zum Badeort
Middelkerke entstand im 12. Jahrhundert als kleiner Weiler auf der ehemaligen Insel Testerep. Lange Zeit war es ein Bauerndorf, bevor im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen des Tourismus ein Wendepunkt eintrat. Im Jahr 1876 wurde der Badeort offiziell gegründet, was den Beginn einer raschen Entwicklung markierte.


Rathaus von Middelkerke
Das nach dem Ersten Weltkrieg errichtete Rathaus von Middelkerke ist ein elegantes eklektisches Gebäude. Sein Terrazzo-Interieur und der Ratssaal spiegeln die Bedeutung des Ortes wider. Trotz späterer Erweiterungen blieb das ursprüngliche Gebäude weitgehend erhalten.

St.-Willibrord-Kirche
Die St.-Willibrord-Kirche erzählt von mehreren Jahrhunderten Geschichte. Ihr Turm stammt aus dem 17. Jahrhundert, während die Kirche im 20. Jahrhundert erweitert wurde, um mehr Gläubige aufnehmen zu können. Das Innere beeindruckt durch farbenfrohe Wandmalereien und die Legende vom Wunderkreuz, die seit 1569 mit Middelkerke verbunden ist.

