Informationssäule Schore
Liebfrauenkirche von Schore
Die Liebfrauenkirche von Schore wurde während des Ersten Weltkriegs vollständig zerstört und 1922 vom Architekten Theo Raison wieder aufgebaut. Ihr massiver Kirchturm erhebt sich als markanter Orientierungspunkt in der Landschaft. Rund um die Kirche sind der Friedhof und eine kleine Marienkapelle erhalten geblieben. Im Inneren tragen einige Gegenstände noch sichtbare Spuren des Brandes von 1996.


Die Brücke von Schoorbakke
Die Brücke von Schoorbakke war während des Ersten Weltkriegs ein strategischer Punkt. Nach dem deutschen Durchbruch bei Tervate wurden die belgischen Stellungen unhaltbar. Der Rückzug nach Stuivekenskerke wurde notwendig, bis die entscheidende Entscheidung fiel, die Yserebene zu überfluten. Dieses Manöver zwang die deutschen Truppen zum Rückzug.


Schore – Dorf an der Frontlinie
Schore wird bereits 1176 erwähnt, doch seine Geschichte ist von zahlreichen Konflikten geprägt. Das auf dem Wasser abgerungenem Land gegründete Dorf wurde mehrfach durch Kriege zerstört. Der Hof Schoorbakke gilt als ältester bekannter Standort. Während des Ersten Weltkriegs wurde Schore vollständig dem Erdboden gleichgemacht.

Der Hof Schoorbakke
Der Hof Schoorbakke, einst Besitz einer Abtei, geht auf das Jahr 1176 zurück. Früher war er von Wassergräben und Wällen umgeben, heute ist nur noch sein beeindruckendes Eingangstor erhalten. Im Ersten Weltkrieg zerstört, wurde er sorgfältig wieder aufgebaut. Nach einer Zeit mit Landtourismus und Gastronomiebetrieb ist das Gelände heute geschlossen.

Schore während des Ersten Weltkriegs
Schore lag an der Verteidigungslinie der Yser und spielte 1914 eine Schlüsselrolle. Nach dem deutschen Vormarsch beschloss die belgische Armee, die Ebene zu überfluten, um die Offensive zu stoppen. Diese Operation gelang, führte jedoch zur vollständigen Zerstörung des Dorfes. Die Schlacht an der Yser markierte den Beginn eines langen Stellungskrieges.

