Informationssäule Wilskerke
Der Fleriskot-Hof
Der zwischen Leffinge und Wilskerke gelegene Fleriskot-Hof geht auf die Anfänge der Tempelritter im 12. Jahrhundert zurück. Er liegt auf einer noch sichtbaren Anhöhe und trug mehrere Namen, bevor er mit der Legende von Fleris, einem geheimnisvollen Knecht, verbunden wurde. Die heutigen Gebäude sind eine jüngere Rekonstruktion, inspiriert vom Hof des 18. Jahrhunderts.

Die Legende vom Teufel Fleris
Zur Zeit der Religionskriege entstand rund um den Fleriskot-Hof eine merkwürdige Geschichte. Ein Knecht namens Fleris brachte dem Hof einen unheimlichen Wohlstand. Weil man ihn verdächtigte, der Teufel zu sein, wurde er durch eine List des Pfarrers entlarvt. Wütend verschwand Fleris, während er einen Fluch aussprach, und ließ den Hof vom Unglück getroffen zurück.

Die St.-Guilielmus-Kirche von Wilskerke
Im Ersten Weltkrieg fast vollständig zerstört, wurde die Kirche 1920 von Theo Raison wieder aufgebaut. Sie wurde aus gelben Ziegeln errichtet und besitzt ein gepflegtes neugotisches Interieur sowie schöne Glasfenster. Ein alter hölzerner Christus schützt diskret die Südfassade und erinnert an die lange spirituelle Vergangenheit dieses Ortes.
Das Große Kalkaertsleen
Dieser Hof aus dem 18. Jahrhundert liegt am ehemaligen Verlauf der Gezeitenrinne von Testerep. Im Gegensatz zu anderen Gütern blieb er im Besitz des weltlichen Adels. Seine rechteckige, von Wassergräben umgebene Form ist außergewöhnlich. Die noch sichtbare Pferdemühle zeugt von einer einfallsreichen landwirtschaftlichen Vergangenheit.

Wilskerke – Geschichte in Kürze
Wilskerke entstand in der Nähe der Gezeitenrinne von Testerep. Um 1200 wurde dort eine Kapelle errichtet, und die Pfarrei wurde im 13. Jahrhundert selbstständig. Dem heiligen Wilhelm geweiht, blieb der Ort klein und bescheiden. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich ein neues Viertel, bevor Wilskerke 1977 endgültig in Middelkerke eingemeindet wurde.

Die Puidebroeken
Die Puidebroeken sind ein feuchtes Naturgebiet, das nach dem Ersten Weltkrieg durch Tongewinnung entstand. Die sumpfigen Wiesen ziehen zahlreiche Vögel, Amphibien und seltene Insekten an. Diese empfindliche Landschaft wird von Natuurpunt verwaltet und ist nicht zugänglich, um ihre reiche Biodiversität zu schützen.

