Infotafel Coude Scheure

Koude Schuur - Hoeve Coude Scheure

Dieser Hof war ursprünglich ein Außenhof der Tempelritter.

Er wird bereits im Jahr 1392 erwähnt und ist auf der Karte des Brügger Freiamts nach Pieter Pourbus (1561-1571) abgebildet.

Die Tempelritter erhielten dieses Land im 12. Jahrhundert direkt durch eine Schenkung der Grafen von Flandern. Sie nutzten die geschenkten Flächen als Ackerland und errichteten deshalb auch diesen großen Hof.

Der Wassergraben umschloss einen Wohnhof von etwa 100 m auf 100 m und war bis zu 8 m breit. Es handelte sich also um eine recht prestigeträchtige Anlage.

Der Name Koude Schuur verweist auf die feuchte Bodenbeschaffenheit, durch die sich der Boden im Frühling nur schwer erwärmt.

Diese kalten Böden sind die eingepolderten IJzerpolder, auf denen dieser Hof angelegt wurde.

Von der ursprünglichen Umwallung sind noch immer Spuren sichtbar, auch wenn der Hof im Jahr 1921 nach Kriegsschäden wiederaufgebaut wurde.

Wahrscheinlich war der Architekt Théo Raison für den Entwurf des Wiederaufbaus verantwortlich.