Infotafel Die Warandetoren
Die Warandetoren - Der alte Wasserturm
Die Geschichte der Wassertürme von Middelkerke ist eigentlich die Geschichte eines kleinen Küstendorfes, das zu einem beliebten Badeort heranwuchs.
Der erste Turm mit einem bescheidenen Fassungsvermögen von 100 Kubikmetern stand an der Joseph Casselaan und stammte aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.
Mit dem Wachstum des Tourismus reichte das nicht mehr aus.
In den Jahren 1924-25 entstand ein neuer Turm an der Kreuzung der Joseph Casselaan und der Cyriel Degrootelaan — achtmal so groß.
Die Einwohner von Middelkerke kennen diesen Ort bis heute als d’oede woatertorre, obwohl der Turm bereits 1972 abgerissen wurde.
Um 1970 stand an der Louis Logierlaan bereits wieder ein neuer Turm, mit einer Reservekapazität, die später noch auf 3.000 Kubikmeter erweitert wurde.
Doch die Probleme blieben bestehen.
Anfang der achtziger Jahre kam in Wohnungen entlang der Promenade regelmäßig kein Wasser aus dem Hahn.
Das eigentliche Problem war nicht die Speicherung, sondern die Zufuhr des kostbaren Wassers.
Erst nach mehreren lokalen Investitionen und einem Anschluss an die Hauptleitung wurde das Problem endgültig gelöst.
Heute ist auch dieser Wasserturm verschwunden. Nur der Sockel blieb erhalten.
Darin befindet sich heute eine riesige Pumpe, die den Wasserdruck sichern soll.
Wir stehen hier mitten in den Warandeduinen, einem kalkreichen Dünengbiet von mehr als 32 Hektar zwischen Middelkerke und Westende mit einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt.
Hier findet man Stranddistel, seltenes Kalk-Labkraut, den noch selteneren liegenden Spargel und verschiedene Orchideenarten, darunter die spektakuläre Bocks-Riemenzunge.
Rund um die Salamanderput brüten kleine Singvögel, und in den Dünen flattern der bedrohte Kleiner Waldportier und der Braune Bläuling.
Auch eine kleine Population des Gartenschläfers wurde hier nachgewiesen.


